Pflege als Fließbandarbeit

... eine Initiative für eine würdevolle Pflege im Alter

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Pedition - Pflege als Fließbandarbeit - Menschenwürdige Pflege kann auch Sie betreffen!

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Personalschlüssel in deutschen Pflegeeinrichtungen, gleich welcher Art, 1:2 betragen soll.
Das Pflegepersonal soll angemessen für seine Arbeit bezahlt werden.
Wir fordern, dass die Menschen, die pflege- oder hilfebedürftig sind, ganz gleich wie schwer, ein würdevolles Leben erhalten und adäquat gepflegt werden.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Pflegeberufe attraktiver gestaltet werden, sodass junge Leute mehr Interesse an Pflegeberufen bekommen und das bereits tätiges Personal in der Pflege gehalten wird.

Begründung:

Begründung:
Wir, ein Heilerziehungspflegekurs aus Giessen, begründen unser Anliegen wie folgt:

Der momentane Personalschlüssel in deutschen Pflegeeinrichtungen liegt im Schnitt bei 1:12. Diesem Schlüssel zufolge ist es völlig unmöglich den Bedürfnissen einer zu pflegenden Person gerecht zu werden. Teilweise werden in deutschen Pflegeeinrichtungen 30 Patienten von einer Pflegekraft gepflegt, wenn man das Wort pflegen hier noch verwenden kann.
Die vorgegebene Zeit für die tägliche Pflege einer Person, die in Pflegestufe 3 eingestuft wurde, beträgt im Schnitt 15 Minuten. In der Realität oft noch weniger. Von Würde ist somit keine Rede mehr. Man kann in der momentanen Situation nur hoffen, nie pflegebedürftig zu werden.

Die Zahl der benötigten Pflegekräfte wird enorm steigen.
Laut aktueller Prognose des Bundesministerium für Gesundheit sind es heute 2,54 Millionen Pflegebedürftige, 2030 werden es 3,22 Millionen sein. Bis 2050 werden es voraussichtlich 4,23 Millionen sein. Wie sollen die Zustände dann erst sein?

Das Gehalt in Pflegeberufen beträgt im Schnitt 2.400 Euro für gelernte Fachkräfte, wobei es hier Unterschiede zwischen Männer- und Frauengehältern gibt, obwohl beide die gleiche Arbeit leisten müssen. Körperlich ist die Ausübung der Tätigkeit teilweise untragbar bei der personellen Situation. Im Durchschnitt arbeitet eine ausgelernte Kraft nicht mehr als
8 1/2 Jahre in dem Beruf. Danach wird der Beruf gewechselt oder kann aufgrund der katastrophalen Umstände nicht mehr ausgeübt werden.

Auszubildende sollen wieder Wert geschätzt und nicht ausgebeutet werden, so wie es teilweise Normalität in Heimen geworden ist. Es gibt immer weniger Azubis im Bereich Pflege. Einer der Gründe ist, dass Berichte von anderen mehr Schrecken als Interesse verbreiten.

Das Anwerben von ausländischen Pflegekräften, so wie es derzeit stattfindet, wird den zukünftigen Mangel in diesem Bereich nicht ausreichend abdecken können.

Es ist nun Aufgabe der Bundes- und Länderregierung langfristige Lösungen für die genannten Probleme zu finden.


„Die Würde des Menschen ist unantastbar,“
so schreibt es Artikel 1 des Grundgesetzes vor. Doch weit weg ist das deutsche Pflegesystem davon.
Die Würde des Menschen wird nicht nur verletzt, sondern mit Füßen getreten.
Das muss sich sich ändern!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

35644, 17.04.2014 (aktiv bis 16.10.2014)