auch hier dürfen wir nicht weg sehen: "ein Bett für Snwoden"

... eine Initiative für eine würdevolle Pflege im Alter

Diese Mail habe ich am 13.06.2014 von Campact erhalten und möchte sie auch allen Besuchern dieser Homepage öffentlich machen.

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Lieber Lothar Oehlen,

was unterscheidet 40.000 Campact-Aktive von der Bundesregierung? Während diese Edward Snowden am liebsten aussperren will, bieten ihm seit dem 5. Juni mehr als 40.000 Menschen in Deutschland eine sichere Unterkunft an. Gemeinsam haben wir am Jahrestag der Snowden-Enthüllungen mit Türschildern und bildstarken Aktionen in vielen Städten unsere Haltung und unsere Dankbarkeit für den Hinweisgeber sichtbar gemacht. 

Heute möchte ich Ihnen für das mutige Zeichen danken, dass Sie gemeinsam mit so vielen Menschen gesetzt haben. Denn jedes Türschild erreicht Menschen vor Ort, regt zum Nachdenken und zu Diskussionen an. So zeigen wir: Wir überlassen die Diskussion um das Schicksal von Edward Snowden nicht der Politik.

Hier unsere Eingangstür. Edward Snowden kann bei uns läuten - jederzeit haben wir ein Bett für solch mutige Menschen, die Aufdecken wie wir von unseren Regierenden "verarscht" werden.

   

 

Zusammen mit Ihnen konnten wir neben den Türschildern eine Reihe weiterer Aktionen für Edward Snowden anstoßen:

  • Berlin, München, Köln, Dresden, Bielefeld, Kiel und Hamburg - bundesweit haben wir in sieben Städten am 5. Juni mit unseren Kooperationspartnern öffentlich ein Bett für Snowden an markanten Orten aufgestellt. Bilder der Aktionen bestimmten die Berichterstattung des Tages und schafften es bis in Tagesschau und heute-Nachrichten. 

  • In Berlin überreichten wir zusammen mit vielen Campact-Aktiven Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses des Bundestages große Türschilder für ihre Abgeordnetenbüros. 

  • Und mit einer von uns in Auftrag gegebenen Emnid-Umfrage machten wir den Verantwortlichen klar: Die Bürger/innen wollen einen Kurswechsel der Regierung im Umgang mit Snowden. Laut der repräsentativen Umfrage sprechen sich 69 Prozent der Bürger/innen für eine Anhörung von Edward Snowden vor Gericht und dem NSA-Untersuchungsausschuss aus. Sogar 74 Prozent der SPD-Wähler wollen dies. 

Ohne Snowden als Zeuge läuft die Aufklärung der Überwachung von NSA und Co. auf Sparflamme. Der Mann, der massenhafte Grundrechtsverletzungen enthüllt hat, wird oft immer noch wie ein Aussätziger behandelt. Aber wir geben nicht auf. Im Gegenteil.

Anfang Juli feiert unsere Kampagne für Edward Snowden Jahrestag – und wir bleiben dran. Wir wollen, dass Snowden Schutz erhält, dass die Bundesregierung ernsthafte Konsequenzen aus seinen Enthüllungen zieht und dass sie Hinweisgeber wie ihn in Deutschland gesetzlich schützt. Nur so lassen sich geheime Überwachung und andere Missstände auch künftig aufdecken. 

Ein wichtiger Termin steht bereits fest: Am 30. August wollen wir mit vielen tausenden Menschen in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ für Solidarität mit Snowden und gegen den Überwachungswahn auf die Straße gehen. Die Demonstration organisieren wir zusammen mit einem breiten Bündnis von Organisationen und Initiativen. Wir hoffen, Sie sind dann wieder mit dabei!

Vielen Dank nochmals für Ihr Engagement – und bis bald!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Katharina Nocun, Campaignerin

 

Auch dies hat etwas mit Menschenrecht und Menschenwürde zu tun und wird in unserem Staat mit Füssen getreten.