Schicksal Ruth Oehlen

... eine Initiative für eine würdevolle Pflege im Alter

Zur Erinnerung an meine am 17.03.2013 im Altenheim verstorbene Mutter und an die noch in vielen Heimen lebenden, alten und zum Teil unglücklichen Menschen. Aus diesem Grunde, setze ich mich noch weiterhin ein, um Missstände in Alten- und Pflegeheimen aufzudecken. Angehörige, Betreuer und Pflegekräfte zu unterstützen und zu helfen. Viele fühlen sich allein gelassen mit ihren Problemen und werden nicht damit fertig, was mit ihren Angehörigen in den Heimen geschieht.

Daher ist es wichtig zusammen zu halten - nur gemeinsam sind wir stark.

 

Zur Erinnerung an meine Mutter:

Hier ist sie mit 89 Jahren, bei einem Besuchsnachmittag im Heim. Nicht ansprechbar - sie ist zwar dabei - nimmt aber nichts wahr und kann auch nicht an der Unterhaltung teilnehmen, geschweige denn ihr folgen. (Vermutung: Psychopharmaka) Sie weiss auch nicht, wer sie hier gerade besucht.

   

Im Stationszimmer habe ich dann mit Blutuntersuchung und Klage gedroht, wenn meine Mutter morgen noch so apathisch im Rollstuhl sitzt. Am Folgetag war sie wieder fit und konnte, trotz ihrer Demenz, allen Gesprächen folgen. Die nachfolgenden Bilder von ihrem 90. Geburtstag am 25.02.2013 zeigen eine den Umständen entsprechende agile Frau, die sich sehr über ihre Gäste zum Geburtstag gefreut hat.

 

Sie wusste wer sie besucht und konnte auch die Glückwünsche und Geschenke entgegen nehmen. Nachdem sie nun wieder fit und ansprechbar war, konnte sie mir, soweit es die Demenz zugelassen hat, alles erzählen, was sie gesehen und erlebt hat. Auf Grund dieser Tatsache vermute ich, dass das Heim die Strategie im Umgang mit meiner Mutter geändert hat.

Sie wurde dann doch lieber, in dünner Bluse, ohne Unterhemd, nach dem Essen, in ihr eiskaltes Zimmer geschoben. Hier war die Heizung abgedreht und das Fenster weit geöffnet. Alle Beschwerden waren sinnlos. Fast jeden Tag war ich bei ihr, um zu kontrollieren, ob sie richtig angezogen und das Zimmer auch warm war. Oft habe ich ihr dann eine Weste oder Pullover angezogen, damit sie nicht friert. Wenn ich sie einmal nicht besuchen konnte, wurde meine Mutter auch von Frau Z., wenn diese im Heim war, unterstützt. Frau Z. hat auch mehrmals ein eiskaltes Zimmer und geöffnetes Fenster vorgefunden. Die letzten beiden Jahre meiner Mutter im Altenheim wurden von mir, auch mit diesen Tatsachen, genau dokumentiert und ich werde diese Dokumentation mit sämtliche Missständen und Vorfällen hier demnächst veröffentlichen. Menschenwürde habe ich in diesem Heim nur die drei letzten Tage im Leben meiner Mutter vorgefunden, solange sie noch fit war und sich wehren konnte, sonst leider nicht. Sie sagte noch kurz vor ihrem Tod, "ich kann mich nicht mehr wehren, nun merke ich wie gemein manche Schwestern zu mir sind".

Meine Mutter ist dann 3 Tage im Sterben gelegen und am 17.03.2013 um 01.30 Uhr friedlich eingeschlafen. Diese 3 Tage wurde Sie und auch wir, von zu dieser Zeit anwesenden, guten Pflegepersonal, gut betreut.

Meine Mutter hat nun ihren Frieden, ich hätte ihr jedoch lieber einen schöneren Lebensabend in einem Pflegeheim gewünscht, wo Menschenwürde und Respekt vor dem alten Menschen groß geschrieben wird.

 

Was ich noch selbst erlebt habe, finden sie HIER, einfach anklicken.

 

Inhalt dieser Seite: Lothar Oehlen, Fürth