Aktuell am 21.01.2015

... eine Initiative für eine würdevolle Pflege im Alter

 

Wichtig - ZdF Zoom, im 2. Deutschen Fernsehen  - der Zustand der Pflege in Deutschland. Eine Schande für unser Land und vor allem die Wohlfahrtsverbände haben es in der Hand dies zu ändern. Nun ist die Politik aufgerufen diese abgeschobene Verantwortung wieder zu übernehmen - sonst geschieht nichts in unserem "nicht mehr" Sozialstaat.

 

Foto: Lothar Oehlen, Fürth aufgenommen Dez 2014

Claus Fussek in Fürth - dieses Bild darf von allen die es gerne verwenden möchten - kostenlos übernommen und eingesetzt werden.

 

Werdet wach und kämpft für eine würdevolle Pflege im  Alter.

Armin Rieger und Claus Fussek die in dieser Sendung zu Wort kommen, waren auch schon zu Gast beim Stammtisch unserer Initiative.

Wichtig für Pflegekräfte, denn gemeinsam sind wir stark. Unbedingt ansehen

Sendung verpasst - kein Problem hier klicken und in der ZdF Mediathek ansehen:


Verpasst? auch sehr interessant zum Ansehen:

Und im Internet nachträglich anzuschauen:
19.01.2015, 22:00 Uhr NDR 45 Min: "Pfleger - Opfer des Systems"
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Pfleger-Opfer-des-Systems,sendung328716.html
 
Hintergrundinfos dazu:
- "Was können Laien in der Pflege leisten?"
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Was-koennen-Laien-in-der-Pflege-leisten,pflege452.html
 
- "Neue, billige Arbeitskräfte in der Pflege?" - Interview ...
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Neue-billige-Arbeitskraefte-in-der-Pflege,pflege450.html
 

Aus: Bildzeitung 14.1.2015

Keine Schmerztherapie, schlechte Versorgung bei Inkontinenz und Unterernährung

Berlin – Schlechte Wundversorgung, keine Schmerztherapie, Unterernährung – in deutschen Pflegeheimen und bei der ambulanten Versorgung Pflegebedürftiger herrschen teilweise katastrophale Zustände. Allerdings: Die Versorgungsqualität wird stetig besser.

Das zeigt der neue Pflegebericht, den die Kassen am Mittwoch vorstellen. Ausgewertet wurden dafür 23211 Qualitätsprüfungen aus dem Jahr 2013. Das letzte Mal hatte man die Pflegequalität 2010 statistisch erhoben.

Die Details aus dem neuen Bericht

► Jeder vierte Heimbewohner (24,4%), der ein großes Risiko besitzt, ein Druckgeschwür (Dekubitus) zu bekommen, wird falsch versorgt. Zum Vergleich: 2010 wurde in 40,7 Prozent der Fälle eine Dekubitus-Prophylaxe versäumt. 3,8 Prozent aller Heimbewohner haben Druckgeschwüre, fast jeder zweite hat ein Dekubitusrisiko.

► 7,6% aller Heimbewohner werden schlecht ernährt, verlieren zu rasch an Gewicht. Bei 2,1 Prozent der Heimbewohner gibt es bereits erhebliche Mangelerscheinungen – sie sind unterernährt.

► Mehr als jeder zehnte Heimbewohner (12,5 %) wird mit Bettgittern oder Gurten daran gehindert, aufzustehen. Der Bericht spricht von „freiheitsentziehenden Maßnahmen“. Zum Vergleich: 2010 wurde noch jeder fünfte Heimbewohner (20%) am Bett fixiert.

► Bei jedem fünften Heimbewohner (19,7%), der Schmerzen hat, wird sein Leiden nicht erkannt. Auch hier haben sich die Zahlen deutlich verbessert. 2010 wurden die Schmerzen von Heimbewohnern in jedem zweiten Fall nicht erkannt.

► Bei jedem zehnten Heimbewohner (13,8%), der Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme benötigt, gibt es Fehler in der Medikation.

der Pflege zu Hause gibt es immer noch Verbesserungsbedarf

► Jeder fünfte Pflegebedürftige wurde bei Sturzrisiko nicht beraten.

► Bei 14,3 Prozent der Fälle wurden Wunden und Druckgeschwüre nicht fachgerecht versorgt.

► Bei jedem dritten Patienten mit Schmerzen wurden die Leiden nicht richtig erfasst und bekämpft.

Insgesamt bewerten Krankenkassen und Medizinischer Dienst (MDS) die Ergebnisse aus dem neuen Pflegebericht positiv. Die Pflegequalität habe sich „deutlich verbessert“, sagte Kassen-Vorstand Gernot Kiefer.

Kritik äußerte er aber an der Schmerzbehandlung in Heimen. Da sei noch viel zu tun, mahnte Kiefer. „Mit einem modernen Schmerzmanagement könnte pflegebedürftigen Menschen viel Leid erspart werden, doch hier wird in vielen Pflegeeinrichtungen noch nicht genug getan.“

MDS-Chef Peter Pick kritisierte vor allem die Inkontinenzversorgung in Heimen. Die Einrichtungen sollten stärker darauf achten, die Selbstständigkeit der Heimbewohner zu fördern. „Zu oft werden pflegebedürftige Menschen mit Windeln oder Kathetern versorgt, obwohl es nicht nötig wäre.“