Taten statt Worte

... eine Initiative für eine würdevolle Pflege im Alter

Nachlese von Werner Kollmitz:

 

Taten statt Worte!-Realität oder Wunschtraum?
 
Nachlese zur 1.Lesung zum Pflegestärkungsgesetz
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
am 4. Juli 2014 fand die 1.Lesung zum Pflegestärkungsgesetz im Bundestag statt.

Der Gesundheitsminister Herr Gröhe hat in seiner Rede den Gesetzesentwurf vorgestellt.
Das sind für mich, sowie für alle betroffenen Menschen auch die Vorstellungen von guter menschenwürdiger Pflege.
Seine Ausführungen,werden mit diesem Gesetzesentwurf wohl für Alle nur ein Wunschtraum bleiben.Es sei denn, dieser Entwurf wird noch ordentlich nachgebessert.
 
Mit einem Wort wurde das Versagen der Pflegeselbstverwaltung erwähnt!
Auch zum Betrug mit dem Benotung(Pflegetransparenzvereinbarung) hatte Gröhe sich nicht geäußert!
Mit keinem Wort wurde die Einführung Kontrollsystem erwähnt, welches von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe-Arbeit und Soziales einstimmig beschlossen wurde, dieses Gesetzesentwurf aufzunehmen. Aber warum auch.
 
Hier die wichtigsten Aussagen von Herrn Gröhe in seiner Rede, sowie meine Anmerkungen dazu. Aber erlauben Sie sich auch hier selbst ein Urteil.
 
Ich freue mich, heute mit Ihnen den Entwurf des ersten Pflegestärkungsgesetzes der Bundesregierung diskutieren zu können. Formal, dem Titel nach, handelt es sich um den Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch.
Was aber dahinter steckt, ist alles andere als formal!
Es geht um ein Thema, das nahezu jede und jeden in diesem Land betrifft, wenn nicht am eigenen Leib, dann doch in der Familie, in der Verwandtschaft, im Freundeskreis, bei der Arbeit.
 
1. Es geht um Pflege! Es geht um gute Pflege! Darauf kommt es an!
2. Es geht nicht um Zahlen. Es geht um Menschen. (ganz genau!!!)
3. Es geht genau genommen um die Generation unserer Mütter und Väter, Menschen, denen wir alle unendlich viel verdanken. (aber warum muss diese Generation,die Deutschland wieder aufgebaut hat, im letzten Lebensabschnitt so leiden???)

4. Eine gute und an den Menschen in seinen individuellen persönlichen Bedürfnissen respektierende Pflege ist Ausdruck der Humanität unserer Gesellschaft.  (wie recht Sie haben,Herr Gröhe!!!)
5. Es geht darum, dass diese Menschen die pflegerische Begleitung erfahren, die Ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht.  (darum geht es auch den betroffenen Menschen,seit Jahrzehnten!!!)
 
Mit unserem Gesetzentwurf stellen wir genau Sie in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen.
Dieser Bundesregierung liegen die Verbesserungen in der Pflege am Herzen. Das gilt auch für mich ganz persönlich.
  (mit diesem Gesetzesentwurf wird es leider nicht nur bei den Anstrengungen bleiben!!!)
 
6. Wir brauchen eine Pflege, die Besonderheit eines jeden Einzelnen Pflegebedürftigen wahrnimmt und berücksichtigt.Herzenswärme, Fachkompetenz und auch die Zeit für die kleinen Wünsche, das erhoffen wir von einer guten Pflege.  (das ist auch die Hoffnung der betroffenen Menschen!!!)
 
In mehreren Gesetzen stellen wir deshalb in dieser Wahlperiode die Weichen für eine Stärkung unseres qualitativ hochwertigen Pflegesystems.  (wo haben wir ein qualitativ hochwertiges Pflegesystem??? In welchem Land???)
 
7. Wir stärken die Pflegebedürftigen! Wir stärken die Angehörigen! Wir stärken die Pflegekräfte!
   (mit diesem Gesetzesentwurf aber nur auf dem Papier!!!)
8. Gute Pflege braucht Zeit.(eine gute Erkenntnis!!!) Deshalb betreiben wir den Abbau überflüssiger Bürokratie voran und erhalten dabei die notwendige Qualitätssicherung.(haben wir jetzt schon die notwendige Qualität und Qualitätssicherung???)
 
Wir setzen auf die Betreuung als Ergänzung zur Pflege, denn Lebensqualität für den Pflegebedürftigen hängt nicht nur von der fachlichen Pflege, sondern auch an anderen Dingen wie zuhören, Geselligkeit und vorlesen.
Jeder von uns kennt solche Lebenssituationen. (was ist mit den betroffenen Menschen,die nicht mehr aus dem Bett kommen???)
 
9. Deswegen ist es wichtig, dass wir im Rahmen dieses Gesetzes eine halbe Milliarde Euro pro Jahr in die Hand nehmen, um die Zahl der Betreuungskräfte in unseren Pflegeeinrichtungen von 25000 auf bis zu 45000 erhöhen.Das bringt eine spürbare Verbesserung des Alltags und der Lebenssituation in unseren Pflegeeinrichtungen.  (aber keine Verbesserung für das Pflegepersonal und die betroffenen Menschen, die ans Bett gebunden sind!!!)
 
10. Wie Sie wissen, werden wir neben diesen Leistungsverbesserungen zum ersten Januar 2015 jährlich rund 1 Milliarde Euro in einen Pflege Vorsorgefonds einzahlen mit dem Ziel, dann, wenn die so genannten Babyboomer-Generation ins Pflege alter kommt zu erreichen, dass die Pflegebeiträge nicht ins Uferlose steigen. Dies ist ein konkreter Beitrag zur Generationengerechtigkeit. (dieses Geld wird Jetzt dringend gebraucht!!!)
 
Anlagen als Link
 
 
Herzliche Grüsse
Werner Kollmitz